Leserkommentare
alwin am 06:46 Uhr 10.3.2012 :
Top! Top! Top! So macht surfen Spaß, gerne wieder
»Stuck sanieren
Wer nicht auf Stuck an der Zimmerdecke verzichten, bei defekten oder fehlenden Teilen nicht zum Stilbruch greifen und einen Ersatz aus Styropor ankleben möchte, der hat zwei Möglichkeiten. Zum einen wird die Reparatur von Stuck, von den Fachleuten den Stukateuren angeboten oder auch von anderen Gewerken mit einer Zusatzausbildung. Diese Fachfirmen bieten eine umfassende Begutachtung der Substanz und planen in allen Einzelschritten die Reparatur, beziehungsweise den Ersatz des Stucks. Der Einsatz solcher Firmen hat den Vorteil, das gerade bei zu ersetzenden Stuckteilen, individuelle Schablonen oder Silikonnegativformen erstellt werden müssen, um die ursprünglichen Ornamente wiederherzustellen. Dies wird einem Laien kaum in dieser Exaktheit möglich sein. Wenn der Stuck nicht unter Denkmalschutz steht ist es allerdings auch dem Heimwerker möglich, selbst Hand anzulegen. Am Anfang sollte eine genaue Analyse des Materials stehen, im Gegensatz zum Profi reicht hier statt einer Musterarbeit am Stuck selbst, welche über längere Zeit beobachtet wird, eine einfache Benetzungsprobe. Hierbei spritzt man etwas Wasser auf, zieht das Wasser ein, handelt es sich um Kalkfarbe, bleibt das Wasser stehen, ist es Dispersionsfarbe. Um festzustellen welches Material benutzt wurde, wird nun der Stuck gründlich gereinigt und alte Farbschichten entfernt. Man kann die Farbe vorsichtig mit einem Spatel abkratzen oder auch mit einem nicht toxischen Abbeitzmittel arbeiten. Dann kann man nach acht bis sechzehn Stunden die alte Farbe mit einer Bürste oder einem Pinsel beseitigen. Erst wenn alles bis auf die Schicht über dem Original beseitigt wurde, können Risse mit Alabastergips oder Stuckputz verfüllt und erneute Spannungsrisse vermieden werden. Bei abgebrochenen Stuckteilen können diese verschraubt und mit artgleichem Material hinterspritzt werden. Wichtig ist darauf zu achten, möglichst das bereits verwendete Material erneut zu benutzen, damit es sich gut mit den alten Teilen verbinden kann und kein neuer Schaden entsteht. Stuck kann entweder aus Gips oder Kalk bestehen. Ist einem nun diese Arbeit zu aufwändig und der Schaden schon zu groß, kann man die Reste auch entfernen und durch neuen Stuck ersetzten. Greift man nun doch zu Styropor , sollte man bedenken das dieses Material weitaus anfälliger für Risse und Druckstellen ist als echter Stuck, und es bei Wohnungsbränden zu giftigen Dämpfen kommt.
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